5 Self-Care Rituale gegen den Winter-Blues
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Es ist 16:30 Uhr und draußen wird es bereits wieder dunkel. Der Wind pfeift um die Häuser und die Kälte kriecht langsam unter den Mantel. Für viele ist der Winter die Zeit der Melancholie – der sogenannte Winter-Blues. Aber was wäre, wenn wir den Winter nicht als etwas sehen, das wir "überstehen" müssen, sondern als eine Einladung?
Eine Einladung, langsamer zu werden. Eine Einladung, es sich drinnen gemütlich zu machen, während die Natur draußen schläft.
Hier sind meine liebsten Self-Care Rituale, die helfen, Körper und Seele in der kalten Jahreszeit zu wärmen.
1. Das Ritual des "Licht-Wechsels"
Wir sind oft den ganzen Tag künstlichem, grellem Bürolicht oder dem Blaulicht unserer Bildschirme ausgesetzt. Das hält unseren Körper im dauerhaften "Wach-Modus". Das Ritual: Mache, sobald du nach Hause kommst, einen bewussten "Licht-Reset". Schalte die Deckenleuchten aus. Stattdessen: Kleine Lichtquellen an.
Das Entzünden einer Kerze ist dabei mehr als nur ein Handgriff. Es ist ein Symbol. Die kleine, flackernde Flamme hat eine meditative Wirkung auf unser Gehirn. Das warme Lichtspektrum signalisiert unserem Nervensystem: "Es ist sicher. Du darfst entspannen." Tipp: Nutze diese Minute bewusst. Beobachte das Streichholz, wie der Docht Feuer fängt und wie das Licht den Raum verändert. Atme tief ein. Der Feierabend beginnt jetzt.
2. Scent-Scaping: Gefühle durch Düfte steuern
Unser Geruchssinn ist der einzige Sinn, der direkt mit dem limbischen System im Gehirn verbunden ist – dort, wo unsere Emotionen sitzen. Deshalb kann ein Duft uns innerhalb von Sekunden in eine andere Stimmung versetzen. Im Winter sehnen wir uns oft nach "warmen" Noten.
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Für mehr Geborgenheit: Düfte wie Zimt, Sandelholz oder Tonkabohne wirken wie eine warme Decke für die Seele.
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Gegen die Müdigkeit: Wenn die Dunkelheit drückt, können frische Noten wie Bergamotte oder eine leichte Kräuternote neue Energie schenken, ohne aufzuregen.
3. Wärme von außen: Das Bad (oder Fußbad)
Wenn man innerlich fröstelt, hilft oft nur Wärme von außen. Ein Vollbad ist der Klassiker, aber wenn du keine Wanne hast (oder keine Zeit), bewirkt ein 10-minütiges Fußbad Wunder. Gib ein paar Tropfen ätherisches Öl oder Badesalz hinzu. Die Wärme zieht von den Füßen hoch in den ganzen Körper. Kombination: Nimm deine Kerze mit ins Badezimmer. Das flackernde Licht, das sich im Wasser spiegelt, verstärkt den Spa-Effekt enorm.
4. Analogue Hour: Das Buch statt dem Feed
Hand aufs Herz: Wie oft scrollen wir abends durch Instagram und fühlen uns danach leerer als vorher? Self-Care bedeutet auch, Grenzen zu setzen. Versuche, im Winter eine "Analogue Hour" einzuführen. Eine Stunde ohne Bildschirme. Koch dir einen Tee (Kräuter oder Chai passen perfekt zur Jahreszeit), nimm ein echtes Buch in die Hand oder schreibe in ein Journal. Das Rascheln der Seiten und der Duft des Tees erden uns viel mehr als jeder Pixel auf dem Display.
5. Bewusstes Nichtstun
In unserer Leistungsgesellschaft haben wir verlernt, einfach nur zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen. Wir denken, wir müssten immer produktiv sein – selbst in unserer Freizeit (Podcast hören, Doku schauen, aufräumen). Der Winter lehrt uns das Gegenteil: Die Natur produziert gerade nichts. Sie ruht. Erlaube dir, einfach mal 5 Minuten auf dem Sofa zu sitzen. Ohne Handy. Ohne Buch. Nur du, der Duft im Raum und deine Gedanken. Das ist vielleicht das schwierigste, aber auch das wirksamste Ritual von allen.
Fazit Self-Care ist kein Luxus, für den man sich rechtfertigen muss. Es ist die notwendige Wartung unserer eigenen Ressourcen. Egal ob es das Anzünden einer Kerze ist, ein heißer Tee oder ein Spaziergang in der kalten Luft: Wichtig ist, dass du es bewusst tust.
